Erwähnung vs. Empfehlung
Erwähnung heisst, dass die Marke in der KI-Antwort vorkommt. Empfehlung heisst, dass sie als passende Option für die Frage vorgeschlagen wird. Beides ist nicht dasselbe.
Auch genannt: Mention vs Recommendation · Nennung versus Empfehlung
Olaf Kunz · Aktualisiert 22. September 2026
Der Kernunterschied
Viele Reviews von KI-Sichtbarkeit enden bei der Frage: «Wurde unser Name genannt?» Für Käuferentscheidungen reicht das nicht.
Erwähnung beantwortet: Kommt die Marke in der Antwort vor?
Empfehlung beantwortet: Wird die Marke als geeignete Lösung für genau diese Frage dargestellt?
Eine Antwort kann die Marke nennen und trotzdem eine Konkurrentin vorschlagen. Eine andere Antwort kann empfehlen, ohne SEO-Vokabular zu verwenden. Deshalb trennt MentionBee beides bewusst. Das Begriffspaar ist MentionBee-spezifisch in dieser operationalisierten Form; die Wörter selbst sind allgemein.
Warum Käufer das so erleben
Wer fragt «Welche Treuhand in Winterthur ist geeignet?» will eine Auswahl, keine Enzyklopädie. Systeme, die drei Firmen vorschlagen, steuern Aufmerksamkeit. Wer in einem historischen Satz erwähnt wird, bleibt oft ausserhalb dieser Auswahl.
Typische Fehlschlüsse
- «ChatGPT kennt uns, also empfiehlt uns ChatGPT.» Kenntnis oder Website-Crawl ist nicht gleich Auswahl.
- «Wir werden nie genannt, also sind wir unsichtbar.» Manchmal fehlt die Messung (keine Antwort), nicht die Nennung.
- «Eine Nennung in allen Systemen genügt.» Ohne Empfehlung bleibt die Marke leicht austauschbar.
MentionBee-Kontext
Im Report erscheinen Klassen wie «aktiv empfohlen» und «erwähnt» nebeneinander. Der AI Visibility Score und die qualitative Auswertung sollen diesen Unterschied nicht einebnen. Wer nur Share of Voice über Nennungen bildet, ohne Empfehlung zu trennen, mischt zwei verschiedene Dinge.
Die Anwendung – warum eine konkrete Marke nicht empfohlen wird – gehört in den Artikel und den Report, nicht in diese Begriffsklärung.